Wer darf Blut spenden und warum ist es so wichtig?
Durch Aufrufe und Kampagnen ist es populär geworden: Viele Deutsche spenden bereits Blut. Dennoch ist häufig noch immer nicht klar, wie wichtig solche Spenden im Ernstfall sein können.
Jeder Mensch kann einmal in die unglückliche Situation kommen, eine Bluttransfusion zu benötigen (etwa durch Krankheit oder einen Unfall). Für solche Fälle ist es für Ärzte und Krankenhäuser notwendig, immer eine gewisse Menge an Blutkonserven zur Verfügung zu haben. Gewonnen werden diese durch Freiwillige, die sich bereit erklären, etwas von ihrem Blut zu spenden und damit anderen vielleicht das Leben zu retten.
Für eine Blutspende kommt grundsätzlich jeder infrage, der zwischen 18 und 69 Jahre alt ist und an keinen Krankheiten leidet, die das Blut für eine Spende unbrauchbar machen. Darauf wird jeder Spender von einem Arzt untersucht, bevor man ihm Blut abnimmt. Gegebenenfalls wird der potenzielle Spender wieder nach Hause geschickt, wenn bei ihm Auffälligkeiten festgestellt werden. Die Angst vieler Menschen vor verunreinigten Blutkonserven ist somit weitgehend unbegründet. Wer die ärztliche Untersuchung ohne Befund hinter sich bringt, über 50 Kilo wiegt und einen relativ stabilen Blutdruck hat, kann mehrmals im Jahr zur Blutspende gehen. Dabei gilt die Faustregel: Männer können bis zu sechs Mal, Frauen bis zu vier Mal spenden. Der Konsum von Drogen und Alkohol vor dem Termin ist selbstverständlich tabu. Ebenso dürfen potenzielle Blutspender nicht erst vor kurzer Zeit tätowiert oder gepierct worden sein. All diese Faktoren sollen zur Sicherheit des Spenders und des Empfängers beitragen.
Allgemein wird jeweils eine Menge von ca. 500 ml Blut entnommen. Für bereits registrierte Spender dauert die gesamte Prozedur nicht länger als eine halbe Stunde (inklusive der anschließenden Erholungsphase, während der man mit kostenlosen Snacks und Getränken verpflegt wird). Erstspender müssen mit einer knappen Stunde rechnen. Jeder freiwillige Blutspender erhält nach dem ersten Termin den Blutspender-Pass. In diesem sind notwendige Angaben zur Person notiert. Trägt man ihn bei sich, kann er im Falle eines medizinischen Notfalls bei einer schnelleren adäquaten Behandlung hilfreich sein. Täglich werden in Deutschland ca. 15.000 Blutkonserven benötigt, um den Bedarf zu decken. Leider spenden immer noch nur knapp 5 % der Bevölkerung regelmäßig Blut.